Brücke

Höher und weiter!

Gemeinsamer Nenner, Stadtleben

Vor ein paar Tagen habe ich eine altes Weitwinkelobjektiv auf meine Kamera adaptiert, das macht in Kleinbild-Sprache bei mir dann eine 36er-Brennweite. Nichts Krasses also, wird auch gerne als Reportagebrennweite bezeichnet, aber für mich ist so ein Weitwinkel als Festbrennweite nicht das, was ich normalerweise gerne auf der Kamera habe und gewohnt bin. Am besten lernt man durch Machen – und eben jetzt grad in meinem Fall, mich mal längere Zeit mit nur einer einzigen Brennweite zu beschäftigen. Eine, die ich eher nicht gewohnt bin. Eine, die mich lehrt, anders hinzusehen.

Interessant fand ich bei der ersten Durchsicht der Bilder nach zwei Spaziergängen, dass ich relativ viele Bilder im Hochformat machte. Wenn ich meine alten Fotos aus der analogen Zeit anschaue, habe ich viel mehr im Hochformat fotografiert. Heute fotografiere ich fast nur noch im Querformat.

Ich nehme an, das liegt an unseren veränderten Sehgewohnheiten. Meist schauen wir Bilder auf Monitoren an und da ist das Querformat viel besser, ob bei der Bearbeitung oder der Präsentation. Immer seltener sehen wir Bilder in Zeitschriften oder als Abzug an der Wand.

Nächste Stufe: Viel mehr Bilder für die Wand produzieren.

Veröffentlicht von

Oliver Lauberger [finnsland.net] ist zu Fuß seit über 20 Jahren im Großraum Frankfurt unterwegs, dabei wird auch fotografiert. Hier und auch anderswo.